Neuer mit Frage zu Einbauwinker

      Neuer mit Frage zu Einbauwinker

      Hallo Leute,

      ich bin neu im Forum und möchte mich mal kurz vorstellen. Ich komme aus dem schönen Land Brandenburg bin Ü50 und besitze seit 2018 ein DKW F8 Cabrio von 1939.Den F8 möchte ich soweit wie möglich original lassen, also mit Patina. Jedenfalls geht es um das leidige Thema Ersatzteile, um es kurz zu machen suche ich für meine Einbauwinker Typ Zeiss Ikon neue orange 0,5mm starken Kunststoffteile (siehe Foto), die mir beim reinigen kaputt gegangen sind. Im Netz hab ich auch nach orange Folie gesucht aber nichts gefunden, wollte die selbst anfertigen. Vielleicht weiß jemand wo man solch Kunststoff her beziehen kann.

      Vielen Dank
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      Hallo,

      Wölbung sollte kein Problem sein bei der Ketchupflasche, einfach mal eine Wand ausschneiden und dann in den Backofen legen, bissl mit der Temperatur spielen und entweder von Hand gerade drücken oder es sinkt gleich von selber glatt runter. Mit Plasteteilen aus dem Haushalt, die durch die Aufwaschmaschine verzogen waren (trocknen bei 70°C...) hat es jedenfalls prächtig funktioniert. Man kann ja trotzdem nach etwas Geeignetem suchen und sich einstweilen mit der Tomatenvariante behelfen, schließlich halten Provisorien oft am allerlängsten ;) , viel Spaß, gib Bescheid, wenn Du was gefunden hast, muß ich nämlich auch mal noch machen,

      der Karl.
      Hallo zusammen,

      jetzt wird's philosophisch. Wenn man mit geringstmöglichem Aufwand reparieren will, also quasi den DKW als Gebrauchtwagen versteht, dann tauscht man einfach etwas Kaputtes aus gegen ein altes Neuteil (sofern es das gibt) oder gegen eine Nachfertigung (das ist dann aber eben wirklich ein neues und damit eigentlich nicht originales Teil) oder man sucht sich ein verwendbares besseres Gebrauchtteil. Alles zusammen kostet auf das gesamte Auto gesehen, wenn man das immer so macht, richtig Geld und heraus kommt ein gewiß schmuckes Auto, aber es entfernt sich oft genug immer mehr vom Originalzustand bzw. von seinem historischen Zustand. Es ist in gewissem Sinne so, als würde man ein beschädigtes verschmutztes Gemälde von Rembrandt spachteln, schleifen und frisch übermalen. Man kann sich aber (ganz im Sinne der Oldtimercharta von Turin) einem Auto und damit auch einem DKW als einem historischen Ding nähern, von dessen vorhandener historischer Substanz man so viel als möglich und vertretbar zu erhalten sucht. Natürlich gilt das nicht für so etwas wie steinharten Uraltbremsbelag etc., verfaultes Holz usw. . Aber hier war das Fahrzeug vermutlich jahrzehntelang mit eben diesen Winkern unterwegs, sie gehören also zum Auto. Also ist es eigentlich gerechtfertigt, sich Gedanken zu machen, wie man eben diese Jahrzehnte zum F8 gehörenden Teile, wenn sie wie in diesem Falle wohl auch noch genau die dazugehörenden Winker sind, diesem Fahrzeug erhalten kann und sie behutsam aufarbeitet. Das macht gewiß Mühe und für eine Alltagsgurke wäre das in den meisten Fällen auch Irrsinn, aber bei einem historischen Fahrzeug wie einem F8 ist es angemessen und im speziellen Falle vielleicht sogar billiger. Meines Wissens hat die HTW Berlin, wo es sowas in schon sehr vertiefter Form sogar als Studiengang gibt, einen Gutbrod oder Tempo-Kastenwagen hergenommen und selbst in Fetzen herunterhängende Farbe wieder befestigt. Es war bei dem schlechten Ausgangszustand eine echte Überraschung, was sich hat alles aufarbeiten lassen und wie. Soll ein fahrbares Fuhrwerk herauskommen, wird man immer Kompromisse eingehen müssen, aber grundsätzlich ist eine Originalsubstanz nicht ersetzbar und wenn sie einmal weg ist, dann oft unwiederbringlich. Und DKW / IFA F8 sind hier besonders gestraft. Einerseits sind sie als Alltagsautos bis zur Wende vielfach benutzt und auch entsprechend behandelt worden und diese Einstellung zum Fahrzeug, die ja deren Überleben überhaupt erst ermöglich hat (!!!), kann sich unmöglich sofort vom verlebten Alltagsgegenstand hin zu einem Verständnis als historischer und als solcher bewahrenswerter Gegenstand wandeln. Und zu allem Überfluß hat ja nun das Holzhäuschen auch nicht gerade Eigenschaften, die einen Erhalt wie bei einer Stahlkarosse zulassen. Und die Möglichkeiten sind ja auch noch da, man bestellt sich ein neues Häuschen beim Stellmacher Thiede, aus allen möglichen Nachfertigungen Anbauteile und Technik jeder Art beim Herrn Klose, beim Jens Scheunert usw. und den Rest strahlt man in jedem Falle bis auf’s blanke Blech und hat recht fix ein einwandfreies Auto, wenn man das Typschild dort wieder anschraubt. Anders ausgedrückt, man schraubt einfach an den Tankdeckel ein neues Auto… . Ich möchte keinesfalls Korinthen scheißen, aber doch einfach sehr eindringlich daran erinnern, nicht unüberlegt mit historischer (Original-) Substanz umzugehen. Was im Einzelfall möglich ist, hängt am Zustand, am Geldbeutel, am persönlichen Können, am angedachten Ergebnis. Es wäre nur schade, wenn es einfach nur am Wollen hängt. Und außerdem gibt es komische Vögel wie mich, denen es schlicht Freude macht, ein völlig zermoranzeltes Bröckel Auto wieder funktionsfähig aufzuarbeiten. Nichts für ungut, aber das mußte jetzt unbedingt mal raus aus dem

      Karl.
      Und nun noch was zum Materialproblem, ist nur eine Idee, aber vielleicht geht's ja, ausprobiert habe ich's noch nicht. Es gibt transparente klare PVC-Folie in 0,5mm Dicke in UV-stabiler Ausführung z. B. von der Firma NEOXXIM und bestimmt auch noch von woanders her, 0,4mm hab' ich auch gefunden. Und weiterhin gibt es selbstklebende PVC-Folie in 0,08mm Dicke für Werbung und Schaufenster in transparenter Ausführung in Orange (glänzend und matt und natürlich auch anderen Farben, z.B. bei myfolie) und sodann gibt es noch transluzente Milchglasfolien in Opak weiß für lichtdurchlässigen Sichtschutz an Fenstern. Für Orange wird bei mitteleuropäischer Außenbewitterung die Haltbarkeit mit 3...5 Jahren angegeben, die Temperaturstabilität bis 80°C. Winker haben keinen Dauerbetrieb, stecken meist im Schacht und mitsamt dem Auto in der Garage, so daß das bestimmt erst einmal eine Weile hält. Eventuell vereinfacht sich die Materialbeschaffung und vielleicht sogar korrekte Verklebung, bekommt man einen örtlichen Werbetechniker mit ins Boot, das Zuschneiden sollte kein Problem sein. Irgendwie so sollte es schon gehen. Es grüßt nochmals

      der Karl.
      Hallo schönen guten Abend,
      zu dem Beitrag von Karl, das sehe ich auch so den Originalzustand so weit wie möglich zu erhalten. Aber... manchmal hat man einfach keine andere Möglichkeiten und muß Teile erneuern austauschen usw. da brauch ich euch nichts zu erzählen, davon kann jeder ein Lied singen.
      Ja jedenfalls die Idee mit mit dem Kunststoff bekleben mit Folie werde ich mal ausprobieren, und dann berichten ich euch davon.
      Die alten Teile werde ich natürlich behalten und versuchen zu kleben.

      Danke und Gruß Micha
      Hallo Leute, habe das mit dem Kunststoff bekleben mal ausprobiert.Und zwar habe ich vom Nachtbar der Modellbau betreibt eine rote Klebefolie und eine 0,5mm GFK Platte bekommen, die ich von beiden Seiten beklebt habe.Ausgeschnitten Loch gebohrt und angepasst, leider ist die am Ende 0,7mm Stark geworden und schwer in die Nuten reingegangen.Fazit ist eine gute Alternative wenn keine Originalen vorhanden oder defekt sind.Ich werde noch andere Folien ausprobieren (orange).Im Bild ist der obere Winker mit dem originalen „Glas“.

      Gruß und Danke für den Tip
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      Hi,

      Falls du die traditionellen Glühbirnen gegen moderne LEDs austauscht, entsteht nicht mal Wärme. Das ist zwar nicht so ganz Original, aber es sieht ja keiner.


      PS. Verwende aber trotzdem echte Blinker ! Erstens ist dieses TÜV Relevant und zweitens kennt Heutzutage keiner mehr „Winker“. Die Winker sind nur als Showelement zu Events geeignet.

      Gruß Tom

      das sollte eine Signatur sein


      Neu

      Die Spule des Hubmmagneten hat ca 1 Ohm Widerstand, damit fließt bei 6 V ein Strom von 6 Ampere. Das entspricht einer Leistung von 36 Watt. Damit wird die Spule nach kurzer Zeit recht warm :thumbdown: . 12 V geht garnicht, das wären dann 12 A und 144 Watt :evil: (zitiert nach dkw-f5). Zum Ausklappen braucht es bei Leichtgängigkeit der Mechanik 6 Volt, zum Halten reichen ca 3 Volt.
      VG vom DKW-Club-Mitglied 127

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