Überprüfung Kette

      Überprüfung Kette

      Hallo,
      wie haltet ihr es mit der Kette. Wann prüft ihr die? Gibt es typische Geräusche oder habt ihr eine Regel nach Kilometern? Jürgen meint, man muss alle 3000 km nachsehen, heißt beim P70 den ganzen Motor ausbauen. Welche Lieferquellen habt ihr, gibt es modernes Material, welches länger hält?
      Gruß Jens
      Hi Jebi,

      falls du kein Schauloch am Getriebe hast, wo man wenigstens mittels Finger das Spiel prüfen kann, wird dir wohl nichts weiter übrigbleiben als den ganzen Motor auszubauen und nachzuschauen.
      Klar, bei merkwürdig rasselden Geräuschen, sollte man schon mal genauer Hinhören.

      war nur Spass....

      Aber es gibt mittlerweile statt der bekannten Endloskette nun Ketten ,offen mit Kettenschloß. Diese lassen sich doch recht gut montieren.

      Hier ist eine recht gut gemachte Einbauanleitung:
      ifa-f8.de/IFAF8_Einbau_Kupplung.pdf

      Das macht sich im Zuge einer Kupplungsreparatur ( neue Federn ) ganz gut. Dabei noch neues Fett und alles ist einmal sozusagen Generalüberholt. Ein völlig neues Fahrgefühl.

      Das aber macht man gewöhnlich nur alle 5-8 Jahre....je nach gefahrenen Kilometern.

      Kosten ca. 40,- Kette und nochmal ca. 40,- für die Druckfedern der Kupplung. Das sollten eigentlich alle unsere einschlägig bekannten Händler führen.

      Gruß Tom
      das sollte eine Signatur sein


      guten Morgen,

      ich bin der Autor der angesprochenen Anleitung und möchte hinzufügen, dass zum Kettentausch natürlich immer der Getriebedeckel abgenommen werden muss. Das geht nur bei ausgebautem Motor/Getriebe oder beim F-8 mit abgenommener linker Seitenwand samt Kotflügel. Heutzutage verwendet man dazu nur noch offene Ketten mit Schloss.
      Eine "Sauerei" ist es immer.
      Ein Problem ist die richtige Kettenspannung. Die kann ja nur durch einfügen mehr- oder weniger starken Zwischlagen zwichen Motor und Getriebe erreicht werden. Hat hierzu jemand eine "Patentlösung" ?

      Die Lösung wäre natürlich ein Kettenspanner, ist aber bei der Konstruktion leider vergessen worden....

      Nach meiner Erfahrung hat sich aber eine korrekt gespannte neue Kette nach wenigen hundert Kilometern schon wieder ein Stück gedehnt. In meiner doch recht hügeligen Gegend hier geht das sogar ziemlich schnell. ("Grifflochtest")

      Rudi

      ifadkw schrieb:

      hallo Bastelopa,

      der Jens hat aber wohl einen P70.
      Ob es da auch mit dem Abnehmen des Kotflügels geht (dann vermutlich der Rechte) ? - da hab´ ich keine Ahnung.

      Grüssle
      Rudi

      Geht leider nicht, ist alles angeschweißt. Bleibt nur der Ausbau.

      Ich habe aber gehört, dass es schon Lösungen mit Kettenspanner gegeben hätte (natürlich selbst gebastelt). Reichen da solche Gleitstücke, wie bei manchen Steuerketten, was meint ihr?

      Hab mir mal ein Bild von der Seite von Heinz geklaut, der den Kettenwechsel auch bebildert darstellt. An einer der Stellen mit Pfeil bräuchte man doch nur einen federbelasteten Gleitkörper, um Spannung zu erzeugen.

      Ich verstehe auch nicht, warum sich eine Duplex-Kette aus neuem Material so schnell längt. Bei Motorrädern werden doch ganz andere Drehmomente mit Einfachketten aufs Hinterrad gebracht.

      Gruß Jens
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      bei Motorrädern lassen sich die Ketten meistens aber auch einfacher nachspannen.

      natürlich habe ich auch schon über einen Kettenspanner nachgedacht. Dabei ist es aber auch geblieben, es ist einfach zu wenig Platz vorhanden. Eine Möglichkeit wäre, eine Mimik ausserhalb des Gehäuses anzubringen.
      Im Reparaturhandbuch wird auch noch das Einstellen der Kettenspur und der Ausgleich mittels dünnen Distanzringen beschrieben. Auch das ist nicht so einfach zu machen und einzuhalten.

      Ein "alter DKW-Hase" hat mir mal empfohlen, eine "geschränkte" Kette zu verwenden. Ich habe mir eine solche besorgt, aber noch nicht eingebaut. Kann dazu also nichts sagen. Hat da jemand Erfahrung?

      Wenn ich dann mal an dieses Thema ran müsste, würde ich gleich die Kupplung komplett erneuern. Also neue Beläge, neue Stahllamellen und verstärkte Federn einbauen. Und dann hoffen, für lange Zeit Ruhe zu haben.
      Mein letzter Kupplungs- und Kettenwechsel war 2008. Seitdem ohne Probleme über 20.500 km gefahren.

      Rudi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ifadkw“ ()

      @ifadkw
      Das ist ein einfacher Spanner, wie er in Triumph-Motoren verwendet wird. Der drückt auf die Steuerkette und stützt sich mit dem abgerundeten Fuß an der Innenkante des Steuerkettendeckels ab. Ist zwar eine Einfachkette, der Spanner ist aber recht breit. Er braucht einen Haltestift, auf dem die Lasche sitzt, den müsste man, je nach dem wie rum man es befestigt, durchs Gehäuse durch mit einer Schraube befestigen. Abstützen könnte sich der abgerundete Fuß an der Gehäusekante, da er ja gut geschmiert ist.
      Ich brauche demnächst mal einen für meinen Triumph-Motor, da kann ich mal sehen, ob er von der Länge her passen kann. Was meinst Du zu so einer Lösung?
      Gruß Jens
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      Aber ich könnte mir auch denken das das irgendwie geht, aber an den Stellen ist das Material vom Gehäuse recht dünn und könnte ausbrechen. Zum anderen wäre da schon im Original was eingebaut worden. Ich hab mir da auch schon Gedanken gemacht und andere auch ob man da nicht ein Stift mit Feder und Schleifblock einbauen kann. Ist aber nur beim Gedanken geblieben. Vielleicht fällt uns da noch was ein.