Instandsetzung Hinterachse

      Instandsetzung Hinterachse

      Hallo zusammen,

      an der Hinterachse ist bekannterweise auf der Beifahrerseite die Loslagerung der Hinterachsfeder, also dort, wo das Federende unter der Gummikappe auf der harten Gleitplatte gleitet. Die Gleitplatte ist bei mir gut 1mm ausgearbeitet, wobei die Feder nicht mehr ganz sauber mittig gedrückt hat. Also muß ich die Platte tauschen, was an sich ja kein Problem ist, schließlich hängt sie ja nur an zwei Senkschrauben M6 und eben die Seitenführung neu justieren. Nun hätte ich aber eine Frage an die alten Praktiker. An der Hinterachse selbst ist ein U-förmiges Blech an den nennen wir es mal Aufnahmen für die Radnaben eingeschweißt, auf dessen Grund diese Gleitplatte an und für sich sauber aufliegen sollte. Und eben diese Auflage ist bei mir stark verschlissen. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich diese gewölbt um etwa 1,5...2mm und zudem auch etwa 1mm ausgearbeitet. Die Senkschrauben für die Gleitplatte haben sich tüchtig gedehnt und die Bohrungen sind Langlöcher geworden, so daß die Platte nicht herausgefallen ist, aber beim Federn hat halt alles fröhlich umeinander gekippelt. Wenn ich nun jetzt alles wieder instand setze, möchte ich das verständlicherweise nicht so lassen, sondern wieder eine ordentliche Auflage für eine neue / gute gebrauchte Gleitplatte (wer hat sowas?) haben. Wie ist das früher repariert worden, es dürfte sich ja um ein häufigeres Problem an gebrauchten Hinterachsen handeln? Im schlimmsten Falle müßte ich ja vermutlich das U-förmige Blech heraus operieren und ein neues anfertigen oder?

      Noch eine kurze Frage zur Hinterachsfeder: Jeweils außen sind ja die vernieteten Klammern um die unteren Lagen herumgebogen. Wieviel Spiel sollten diese denn zu den einzelnen Federlagen haben, bei mir sind es schätzungsweise 0,7mm. Damit dürfte ich ja hoffentlich die Feder zur Reinigung und Neuschmierung gut auseinander bekommen, aber hinterher fehlt der "zentrierende Dreck", wäre das dann zu luftig und sollte man deshalb einfach etwas Papier einschieben und alles nachschlagen, so daß im ersten bissl Betrieb sich das Papier zerriefelt und eine kleine Luft vorhanden ist?

      Schon mal vielen Dank,

      es grüßt der Karl.