Irrtum

      Hallo,

      ....es war auch echt "Blauäugig" zu glauben, daß ein Motor nach fast 30 Jahren Stillstand wieder vernünftig laufen soll.
      Nun weiß ich es ! Wer keine Arbeit hat, der macht sich halt welche.

      Macht ja schließlich kaum Umstände einen Motor zu wechseln, oder ?
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      das sollte eine Signatur sein


      es ist mir nicht klar, was Du uns sagen willst. Kläre doch bitte mal auf.

      Noch eine Frage:
      sind Deine Fotos bei einem generellen Neuaufbau entstanden oder machst Du zum Motorwechsel immer die Seitenbleche mit den Kotflügeln und Lampen weg?
      Ist das einfacher bzw. weniger Aufwand, als den Motor nach oben zu heben? So habe ich es seither immer gemacht. Dazu habe ich mir einen Flaschenzug an einer Schiene unter das Garagendach montiert, den ich seitlich etwa 1,2 Meter verfahren kann.

      Rudi
      Hi Ifadkw,

      nein, eigentlich war schon alles Fertig.( nach dem generellen Neuaufbau ) Alle Bleche waren drann und alles hat funktioniert.Aber der Motor wollte nicht wirklich...

      Und ja, der Aufwand nur über eine Seitenwand den Motor zu wechseln ist nicht allzu Groß. Die Stehblech-Kotflügelkonstruktion wird im Stück abgenommen und der Motor seitlich herrausgedreht. Auf einen Motorradwagenheber wird der Motor dann auf Rahmenhöhe nur herübergezogen. Der Neue dann auf diesem Weg wieder zurück.
      Geht so für mich am einfachsten. Bis hier ca 3,5h ( alleine )

      Gruß Tom



      das sollte eine Signatur sein


      hallo Tom,

      und welche Seite wäre da die bevorzugte? Ich vermute mal, die Beifahrerseite. Auf der Fahrerseite müsste wohl die Lenksäule weg.
      Es müssen dann wohl die Kabel aus dem Scheinwerfer gezogen und das Bremsseil ausgehängt werden?

      Sorry für die blöden Fragen, aber auf diesem Weg habe ich es noch nie gemacht. Und ich denke, Deine Tipps helfen auch anderen F-8 Fahrern.

      Rudi
      Hi Rudi,

      Ja, du vermutest Richtig. Es ist die Beifahrerseite. Wie gesagt muss das Scheinwerferkabel abgeklemmt und demontiert werden. ( für Bastler wäre hier ein Steckverbinder sinnvoll ) Die Kotflügelstehwandkonstuktion/Motorhaube im Stück wird entfernt.

      Die Räder müssen ab und der Wagen wird mittels Wagenheber und Unterstellbock etwas angehoben ( nur vorn ) An beiden Seiten werden an der Blattfeder die Bolzen ( obere Schwenklager ) und die Spurstangenköpfe entfernt/ausgedrückt und die Achse n werden dann nur Abgeklappt. Das Bremsseil bleibt dabei so wie es ist.

      Was noch ?

      Der Vergaser/Luftfilter/Kupplungsseil/Freilaufstange und die Batterie sollte ab. Der Tachoantrieb und die elektrischen Leitungen am Dynastart. Der Schaltturm wird nur an der Rolle ausgehangen. Der vordere Gummiblock wird nur am Getriebe gelöst, der hintere ( unterm Vergaser) komplett entfernt. Zwischen Motorkrümmer und Auspuffkrümmer die Verbindung gelöst. Ach ja, sinnvoll ist auch noch das Kühlwasser vorher abzulassen.

      Dann ist genug Platz um den Motor in Richtung Tank zu ziehen und dann schließlich seitlich auf den Motorradwagenheber der auf Rahmenhöhe gebracht ist.

      Hauptsache ist, den Motor nicht zu heben ( der ist verdammt schwer ).

      Kühler, Tank, Lenkung und Schaltwelle können so bleiben.

      Klar gehts auch oben raus. Aber dazu braucht man vermutlich einen zweiten Mann und einen Flaschenzug/Kranschiene den ich nicht hatte.

      Wozu das alles ?

      An meinem alten Motor ( fast 30 Jahre Standzeit ) hatte ich lediglich Kolben/Zylinder gereinigt, die Kopfdichtung und Simmerringe neu gemacht und war der Auffassung, das die Kurbelwelle noch gut sei.

      Es war ein Irrtum ! Die gehärteten Lager der Kurbelwelle nehmen bei längerer Nichtbenutzung ( Bewegung ) irreparablen Schaden. Die Rollenlager fressen sich in die Lagerschalen ein u.s.w. Diese kann man getrost wieder zum Regenerieren abgeben. Aber das macht nur Sinn, wenn diese Welle auch bald Zeitnah verwendet wird. Jedenfalls auch " ich hab ja noch eine regenerierte Kurbelwelle im Lager seit 20 Jahren zu liegen " .... Schrott ! Sofern diese nicht wenigstens ab und zu per Hand und mit etwas Fett gedreht wurde.

      Gruß Tom
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      das sollte eine Signatur sein


      hallo Tom,

      das nenn´ ich mal eine tolle und ausführliche Reparaturanleitung!

      Da hast Du sicher vielen Schrauberkollegen hilfreiche Tipps zum Motorausbau gegeben. Mir auf jeden Fall.
      Ich hoffe ja, dass ich nie mehr den Motor aus meinem F-8 Cabrio ausbauen muss.Sollte es sich aber nicht vermeiden lassen,würde ich mir Deine Methode - trotz vorhandenem Flaschenzug - überlegen.
      Mit dieser Methode könnte man auf der Fahrerseite doch sicherlich auch z.B. die Kupplung wechseln, ohne den Motor auszubauen?
      Übrigens - der Motor wiegt mit Getriebe ca. 105 kg.

      Noch mals dankeschön und
      Grüssle aus dem Ländle
      Rudi
      Hi Rudi,

      Kupplung wechseln ? Wie denn sonst ? Da kommt auch nur die ( die andere ) Seite ab. Die Haube kann bleiben und die Räder können auch so bleiben. Du mußt nur was wegen dem Fett in Form einer Auffangwanne runterstellen.

      Gruß Tom

      ...da gibts übrigens eine gute Beschreibung ! Ich kenne den Autor .
      vielen Dank

      http://www.ifa-f8.de/IFAF8_Einbau_Kupplung.pdf


      das sollte eine Signatur sein


      hallo Tom,

      nochmals Dank für Deine Tipps.

      Zum Kupplungswechsel habe ich den Motor nach oben heraus genommen, da Flaschenzug vorhanden. War dann im Alleingang an einem Nachmittag erledigt . Aber die "seitliche" Methode erscheint weniger aufwändig.

      Dabei habe ich dann vor einigen Jahren die von Dir angesprochene Montageanleitung erstellt und die aufgezeigten Werkzeuge angefertigt.
      Der Autor der Montageanleitung bin ich, Andreas hat meine Vorlage dann mit weiteren Fotos versehen und "mediengerecht" aufgearbeitet.

      Und noch eine Frage an DIch:
      hast Du einen "Geheimtipp" zur Kettenspannung? Ohne dass man Motor und Getriebe total voneinander trennt, um die Papiereinlagen einzufügen?
      Das Ganze ist sowieso mehr Glücksache als exaktes Vorgehen für die erforderliche Spannung der Kette.

      Grüssle
      Rudi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ifadkw“ ()

      Hi Rudi,

      nein, nicht wirklich ! Zumal man dabei höchstens 3mm ausgleichen kann. Den Trick kann es eigentlich auch nicht geben, da die "Abstandsdichtungen" gleichzeitig auch ... abdichten ! Gegen Fett.
      Ich würde in solchem Falle dann eher auf eine neue Kette zurückgreifen und alles andere so lassen. Diese läßt sich dankbarer Weise mittels Kettenschloß relativ einfach montieren. So eine Kette ist mittlerweile bei fast allen einschlägig bekannten Händlern für ca. 40,- Euro zu haben. Aber eine nachträgliche Verlängerung einer bereits eingelaufenen Kette ....? Und dafür den Motor raus ? Ehrlichgesagt nein.

      Gruß Tom
      das sollte eine Signatur sein


      hallo Tom,

      die Frage nach der Kettenspannung war mehr theoretisch. Die Kette habe ich natürlich schon mehrmals erneuert (siehe auch meine Montageanleitung). Bei einer Motor- oder Getriebreparatur sowieso obligatorisch. Habe für alle Fälle auch noch eine neue Kette daliegen.
      Ich meine nur, dass das Zwischenlegen von Papierlagen nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Da aber konstruktionsbedingt, lässt es sich wohl auch nicht ändern.
      Michael Berkowicz hat dafür ja immer einen Schuhkarton empfohlen....

      Grüssle
      Rudi
      Hallo,

      habe kürzlich gehört, dass jemand einen mechanischen Kettenspanner aus einem anderen Fahrzeug (4-Takter mit Steuerkette) nachträglich eingebaut hat. Habe leider keine Details, wäre super, so was mal zu sehen. Könnte man bei einer Komplettrevision dann einbauen.

      Gruß Jens
      Hi Jebi,

      hört sich interessant an. Warum nicht ? Allerdings gibts da auch die Bauart " alles was nicht vorhanden ist, kann auch nicht kaputtgehen " .
      Trotzdem, wenn jemand davon ein Bild oder Anleitung hat, dann hier bitte im Forum reinstellen.

      Die Frage ist, wie lange hält so eine Kette ? Bzw wieviele Kilometer fahren wir pro Jahr ?

      Fragen über Fragen...

      PS. Schuhkarton ?
      da muß aber einer schon Schuhgröße 50 haben damit dieser passt. Es sollte schließlich keine Knicke haben...
      ich hatte mir mit einem alten Wuerthkalender A2 ( Papprückseite ) beholfen.

      Gruß Tom





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      hallo Tom,


      zum Thema "Kupplungsanleitung" hattest Du mich bereits am 2.Dez.2018 gefragt, ob ich mit der Übernahme zum Download auf der Homepage einverstanden bin. Ich bin mir nicht sicher, ob ich damals geantwortet habe.
      Natürlich bin ich damit einverstanden.
      Ich glaube aber, die Anleitung wurde bereits vor einiger Zeit unter "Dokumente" eingestellt.

      Für solche Tipps und Anleitungen wäre evtl. eine Rubrik "Downloads" oder eben "Tipps und Tricks" eindeutiger zu finden.
      Wenn dann auch noch alle Tüftler ihre Tipps dort veröffentlichen würden, könnte das unser Forum sicherlich beleben.
      Irgendwie sind das immer die gleichen Mitglieder, die hier schreiben........

      Grüssle
      Rudi
      Hi Rudi,

      Ja, du hast recht. Die Dokumente sind schwer zu finden hier. Ich werde es bei Gelegenheit ändern.
      Ist aber gar nicht so einfach, da die Lesbarkeit auf allen möglichen Geräten gewährleistet sein sollte. Aber "oben" ein Reiter wie Nützliches, PDFs oder Anleitungen wäre sinnvoll.


      An dieser Stelle auch noch mal vielen Dank an dich Rudi, für die schöne und ausführiche Kupplungsreparaturanleitung.
      Wir hatten diese und einige andere PDFs nur schnell gesichert als das P70 Forum kurzzeitig ausfiel und bei "F8 Daten" und dann bei "Dokumente" eingefügt.

      es schreiben hier fast immer die selben....aber gelesen wird es weitaus häufiger, wenn man sich die Anzahl der Zugriffe mal ansieht.

      Da wir gerade dabei sind, hat denn jemand schon Termine für dieses Jahr ? Falls ja, dann her damit.


      Gruß Tom
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      Hi Jebi,

      meine Texte, na klar ! Bei der Kupplung, frag Rudi. Und der Rest besteht aus abkopierten Reparaturanleitungen und Ersatzteillisten der 50ziger Jahre einer nicht mehr existierenden Firma. Dafür dürfte es wohl kaum Rechteinhaber geben.

      ...noch was, hat jemand eine Idee wie man die ca 1,5kg Fett sinnvoll in das Getriebe bekommt ?
      Warm machen und mit Trichter ?

      Gruß Tom
      das sollte eine Signatur sein


      Hi,

      So, liebe Kinder: bitte nicht nachmachen ! Extrem Feuergefährlich.

      Mein guter alter Garitz-Campingkocher musste herhalten und das Fett zumindest soweit erwärmen, das es von Allein durch den Trichter rutscht. War trotzdem eine endlose Schweinerei.

      Gruß Tom





      ..hatte jemand deine bessere Idee ?
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